Ratgeber

Saisonkalender für Obst und Gemüse

Mit dem Saisonkalender oben sehen Sie, welches Obst und Gemüse aus deutschem Anbau in einem Monat frisch geerntet oder als Lagerware angeboten wird. Die Monatsangaben sind eine eigene Zusammenstellung nach den Saisonübersichten der Verbraucherzentrale (abgerufen am 27. Oktober 2026), als Faustwerte für den Anbau in Deutschland, regional und je nach Witterung abweichend. Einen ausführlichen Saisonkalender bietet das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) auf seiner Website.

Stand Oktober 20262 Min. Lesezeit
Frisches Gemüse liegt auf einem Küchentisch

Was hat gerade Saison?

Frisch geerntet

    Aus dem Lager

      Eigene Zusammenstellung, Faustwerte für den Anbau in Deutschland, regional und je nach Witterung abweichend. Grundlage sind die Monatsseiten „Welches Gemüse hat im … Saison?“ der Verbraucherzentrale (verbraucherzentrale.de, Stand 14.10.2025 bis 15.08.2026, abgerufen am 27.10.2026). Die Verbraucherzentrale trennt frische Ware und Lagerware, aber nicht Freiland und Gewächshaus; vor allem im Frühjahr und Winter kann frische Ware aus geschütztem Anbau stammen. Weiterführend: Saisonkalender des Bundeszentrums für Ernährung.

      So nutzen Sie den Kalender

      1. Monat wählen, vorbelegt ist der aktuelle
      2. Gruppe wählen: Obst, Gemüse oder beides
      3. bei Bedarf eine Art suchen, zum Beispiel Kohlrabi
      4. Liste lesen oder über die Druckansicht ausdrucken

      Zu jeder Art zeigt der Kalender, ob sie im gewählten Monat aus dem Freiland, aus geschütztem Anbau oder als Lagerware kommt.

      Freiland, geschützter Anbau, Lager

      Das BZfE beschreibt die Anbauformen so:

      Anbauform Beschreibung laut BZfE
      Freiland Anbau unter freiem Himmel. In der Hauptsaison gilt er als klimafreundlich und wasserschonend.
      Geschützter Anbau Anbau unter Folien oder Vliesen. Schützt vor Wetterextremen und verlängert die Erntezeit.
      Beheiztes Gewächshaus sehr energieaufwendig. Eine Freiland-Tomate aus Spanien kann laut BZfE klimafreundlicher sein als eine beheizte Wintertomate aus Deutschland.
      Lagerware Die Lagerung verursacht Emissionen, ermöglicht regionalen Betrieben aber ein ganzjähriges Angebot.

      Am klimaschädlichsten ist laut BZfE Ware, die per Flugzeug kommt. Ananas per Flugzeug verursacht laut BZfE etwa 25-mal so viel CO2 wie per Schiff.

      Warum saisonal einkaufen?

      Das BZfE nennt mehrere Gründe:

      • Freilandware aus der Hauptsaison gilt als besonders nachhaltig, vor allem bei kurzen Transportwegen.
      • Regionaler Einkauf unterstützt die heimische Landwirtschaft und die biologische Vielfalt.
      • Frische Ware mit kurzen Wegen hilft, Lebensmittelabfälle zu vermeiden.

      Außerhalb der heimischen Saison kann Ware aus Südeuropa laut BZfE besser abschneiden als Ware aus beheiztem Anbau oder langer Lagerung.

      Beispiel Spargel

      Die heimische Spargelsaison beginnt laut BZfE je nach Witterung etwa Mitte April und endet offiziell am Johannistag, dem 24. Juni. Durch geschützten Anbau kommt heimischer Spargel heute früher auf den Markt, laut BZfE ab März und April. Rezepte und Tipps zum Schälen finden Sie unter Spargelrezepte.

      Kochen mit Saisongemüse

      Ein Gericht, das sich mit fast jedem Gemüse der Saison kochen lässt, ist die Gemüsesuppe. Auch für den Nudelauflauf können Sie das Gemüse nach Monat wählen. Den BZfE-Saisonkalender gibt es außerdem als Poster mit rund 80 Arten beim BLE-Medienservice.

      Häufige Fragen

      Woher stammen die Angaben im Saisonkalender?

      Aus dem Saisonkalender des Bundeszentrums für Ernährung, Stand 20.02.2025. Er gilt für heimische Erzeugung.

      Was bedeutet geschützter Anbau?

      Laut BZfE Anbau unter Folien oder Vliesen, der vor Wetter schützt und die Erntezeit verlängert.

      Warum stimmt der Kalender nicht genau mit meinem Markt überein?

      Wetter und Region verschieben die Ernte. Der Kalender zeigt typische Zeiten, regionale Abweichungen sind möglich.

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