Ratgeber

Laktoseintoleranz im Überblick

Wer Milchprodukte schlecht verdaut, verträgt Milchzucker womöglich nur in kleinen Mengen. Diese Seite fasst zusammen, was eine Laktoseintoleranz ist. Grundlage sind die Gesundheitsinformationen „Laktoseintoleranz“ und „Ursachen und Diagnose von Laktoseintoleranz“ des IQWiG (gesundheitsinformation.de, aktualisiert 06.11.2024) und die Seite „Milch: Vom Einkauf in die Küche“ des Bundeszentrums für Ernährung (BZfE, Stand 29.06.2026), alle abgerufen am 27.10.2026.

Stand Oktober 20263 Min. Lesezeit
Milch in einem Glas und einem Krug auf einem Holztisch

Was im Körper passiert

Milchzucker (Laktose) besteht aus Glukose und Galaktose. Damit der Darm ihn aufnehmen kann, spaltet ihn das Enzym Laktase im Dünndarm in diese beiden Bestandteile. Ist zu wenig Laktase vorhanden, gelangt Laktose unverdaut in den Dickdarm. Dort vergären Bakterien den Zucker, es entstehen Gase und andere Stoffe. Die Folge können laut gesundheitsinformation.de Blähungen und Durchfall sein.

Eine Laktoseintoleranz ist keine Allergie. Bei einer Milchallergie reagiert der Körper schon auf winzige Mengen, während Menschen mit Laktoseintoleranz bestimmte Mengen Milchzucker ohne Beschwerden vertragen. Die Abgrenzung erklärt die Seite Milchallergie.

Formen

Form Ursache laut gesundheitsinformation.de
primärer, vererbter Laktasemangel Nach dem Abstillen bildet der Körper nicht mehr genug Laktase.
sekundärer Laktasemangel Eine andere Darmerkrankung stört die Laktasebildung, etwa eine Zöliakie oder eine chronische Dünndarmentzündung wie Morbus Crohn.

Säuglinge bilden laut gesundheitsinformation.de viel Laktase, um Muttermilch zu verdauen. Bei Kindern unter fünf Jahren ist eine Laktoseintoleranz sehr selten, meist entwickelt sie sich im Jugend- oder Erwachsenenalter. Bei Beschwerden eines Kindes ist die Kinderarztpraxis die richtige Anlaufstelle.

Wie häufig sie ist

Die Zahlen unterscheiden sich stark nach Region:

Region Anteil laut Quelle
Deutschland etwa 10 bis 15 Prozent (BZfE)
Europa etwa 5 bis 15 Prozent (gesundheitsinformation.de)
Afrika, Ostasien 65 bis über 90 Prozent der Erwachsenen (gesundheitsinformation.de)

In Nordeuropa ist die Laktoseintoleranz laut gesundheitsinformation.de am seltensten.

Beschwerden

Typisch sind ein aufgeblähter Bauch, Völlegefühl, Bauchschmerzen, starke Blähungen und Durchfall, manchmal auch Übelkeit. Sie beginnen laut gesundheitsinformation.de frühestens eine halbe Stunde nach dem Essen. Ähnliche Beschwerden können aber auch andere Ursachen haben, etwa ein Reizdarmsyndrom oder Stress. Einzelheiten stehen unter Laktoseintoleranz Symptome.

Diagnose und Alltag

Ob eine Laktoseintoleranz vorliegt, sollte ärztlich abgeklärt werden, bevor Sie Milchprodukte dauerhaft weglassen. Das Standardverfahren in Deutschland ist laut gesundheitsinformation.de ein Atemtest. Den Ablauf beschreibt die Seite Laktoseintoleranztest. Eine korrekte Diagnose ist laut gesundheitsinformation.de besonders bei Kindern, Jugendlichen und Menschen mit erhöhtem Calciumbedarf wichtig, weil Milchprodukte wichtige Calciumlieferanten sind.

Heilbar ist ein Laktasemangel laut gesundheitsinformation.de nicht. Die meisten Betroffenen können durch eine angepasste Ernährung aber ohne Beschwerden leben, weil sie kleinere Mengen Milchzucker vertragen.

Diese Seite ersetzt keine Beratung in einer Arztpraxis oder durch eine Ernährungsfachkraft.

Häufige Fragen

Ist Laktoseintoleranz eine Allergie?

Nein. Laut gesundheitsinformation.de ist sie keine Allergie. Bei einer Milchallergie reagiert das Immunsystem auf Milcheiweiß.

Wie viele Menschen in Deutschland sind betroffen?

Das BZfE nennt etwa 10 bis 15 Prozent der Menschen in Deutschland.

Kann eine Laktoseintoleranz durch eine andere Krankheit entstehen?

Ja. Laut gesundheitsinformation.de etwa durch Zöliakie oder Morbus Crohn, man spricht dann von sekundärem Laktasemangel.

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