Ratgeber

Eiweißhaltige Lebensmittel

Eiweiß (Protein) steckt in tierischen und pflanzlichen Lebensmitteln. Die Werte in der Tabelle stammen aus dem Bundeslebensmittelschlüssel BLS 4.0 des Max Rubner-Instituts (Datenstand 2025), die Zufuhrempfehlungen aus den Referenzwerten der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE, Referenzwert Protein, Stand der Ableitung 2017). Beide Quellen abgerufen am 27.10.2026.

Stand Oktober 20262 Min. Lesezeit
Frisches Gemüse liegt auf einem Küchentisch

Wie viel Eiweiß die DGE empfiehlt

Die DGE gibt die empfohlene Zufuhr in Gramm je Kilogramm Körpergewicht und Tag an:

Gruppe g je kg Körpergewicht und Tag g am Tag, Männer / Frauen
19 bis unter 25 Jahre 0,8 57 / 48
25 bis unter 51 Jahre 0,8 57 / 48
51 bis unter 65 Jahre 0,8 55 / 47
ab 65 Jahre 1,0 (Schätzwert) 67 / 57
Schwangere, 2. Trimester 0,9
Schwangere, 3. Trimester 1,0
Stillende 1,2

Die Werte je Kilogramm beziehen sich laut DGE auf das Normalgewicht. Bei einem BMI über 25 soll das Normalgewicht zugrunde gelegt werden. Für Menschen ab 65 Jahren handelt es sich laut DGE um Schätzwerte, weil sich der Bedarf nicht mit wünschenswerter Genauigkeit bestimmen lässt. Was Normalgewicht nach WHO bedeutet, erklärt die Seite Idealgewicht.

Eiweiß in Lebensmitteln

Werte laut BLS 4.0, je 100 g essbarer Anteil, gerundet:

Lebensmittel Eiweiß je 100 g
Parmesan 35,6 g
Kürbiskerne 35,5 g
Erdnüsse, geröstet 29,0 g
Emmentaler 27,5 g
Schweineschnitzel, roh 22,2 g
Hähnchenbrust ohne Haut, roh 21,8 g
Lachs, roh 19,9 g
Haselnüsse 16,3 g
Tofu 15,5 g
Hühnerei, gekocht 14,1 g
Haferflocken 13,2 g
Magerquark 11,9 g
Linsen, gekocht 9,1 g
Weizenmischbrot 8,6 g
Kichererbsen, gekocht 8,4 g
Nudeln ohne Ei, gekocht 5,4 g
Vollmilch 3,5 % Fett 3,6 g

Die Menge je 100 g sagt nicht, wie viel auf dem Teller landet. Von Kürbiskernen isst man eine Handvoll, von Linsen eine Portion von 200 g oder mehr. Hülsenfrüchte, Milchprodukte und Getreide tragen deshalb im Alltag oft mehr bei, als die Tabelle vermuten lässt.

Pflanzliches und tierisches Eiweiß

Eiweiße pflanzlicher und tierischer Herkunft unterscheiden sich laut DGE in der Zusammensetzung und Bioverfügbarkeit der Aminosäuren. Diese Unterschiede lassen sich durch die gezielte Kombination verschiedener Lebensmittel ausgleichen, etwa Getreide mit Hülsenfrüchten. Beispiele aus der Küche sind Linsensuppe mit Brot, Reis mit Bohnen oder Haferflocken mit Milch.

Die DGE-Empfehlungen „Gut essen und trinken“ sehen Hülsenfrüchte mindestens einmal pro Woche, täglich Milchprodukte und eine kleine Handvoll Nüsse sowie Fisch ein- bis zweimal pro Woche vor. Mehr dazu unter Ernährung. Energiewerte derselben Lebensmittel zeigt die Kalorientabelle.

Wann eine Beratung sinnvoll ist

Bei Nierenerkrankungen, in der Schwangerschaft, bei sehr einseitiger Kost oder wenn Sie Lebensmittelgruppen wegen einer Unverträglichkeit weglassen, sollten Sie Ihre Eiweißversorgung ärztlich abklären oder mit einer Ernährungsfachkraft besprechen.

Diese Seite ersetzt keine Beratung in einer Arztpraxis oder durch eine Ernährungsfachkraft.

Häufige Fragen

Wie viel Eiweiß brauche ich am Tag?

Die DGE nennt für Erwachsene von 19 bis unter 65 Jahren 0,8 g je Kilogramm Körpergewicht und Tag.

Welche pflanzlichen Lebensmittel enthalten viel Eiweiß?

Laut BLS 4.0 zum Beispiel Kürbiskerne, Erdnüsse, Tofu, Haferflocken, Linsen und Kichererbsen.

Brauchen ältere Menschen mehr Eiweiß?

Die DGE nennt ab 65 Jahren 1,0 g je Kilogramm Körpergewicht, ausdrücklich als Schätzwert.

Weiterlesen