Ratgeber

Fructose: Fruchtzucker im Überblick

Fructose, auf Deutsch Fruchtzucker, gehört zu den Zuckern, die wir täglich essen. Diese Seite erklärt den Stoff nach den Angaben des Bundeszentrums für Ernährung (BZfE, Seite „Kohlenhydrate“, Stand 28.02.2025, und Pressemeldung „Die Regeln hinter dem Honig-Glas“, Stand 10.12.2025), des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR, FAQ Süßungsmittel vom 14.07.2023) und der Lebensmittelinformationsverordnung (EU) Nr. 1169/2011. Alle abgerufen am 27.10.2026. Beide Schreibweisen, Fructose und Fruktose, sind gebräuchlich.

Stand Oktober 20262 Min. Lesezeit
Frische Äpfel und Birnen auf einem dunklen Tisch

Ein Einfachzucker

Laut BZfE sind Traubenzucker (Glucose) und Fruchtzucker (Fructose) die bekanntesten Einfachzucker. Sie kommen zum Beispiel in Obst vor. Zu den Zweifachzuckern zählen Haushaltszucker und Milchzucker. Haushaltszucker (Saccharose) setzt sich laut BZfE aus Fructose und Glucose zusammen. Mehr zum Partner der Fructose lesen Sie unter Glucose, mehr zum Milchzucker unter Lactose.

Wo Fructose vorkommt

Quelle Angabe
Obst enthält laut BZfE Einfachzucker wie Fruchtzucker
Fruchtsäfte, Honig, gezuckerte Getränke, Kuchen, Süßigkeiten laut BZfE Hauptquellen von Einfach- und Zweifachzuckern
Haushaltszucker besteht aus Fructose und Glucose (BZfE)
Blütenhonig Fructose und Glucose zusammen mindestens 60 g je 100 g, Saccharose im Allgemeinen höchstens 5 g je 100 g (BZfE nach Honigverordnung)

Wie viel Fructose ein Lebensmittel genau enthält, steht in Nährwerttabellen wie dem Bundeslebensmittelschlüssel des Max Rubner-Instituts. In der Nährwertangabe auf der Packung steckt Fructose im Wert „Zucker“: Er umfasst nach Anhang I Nr. 8 der LMIV alle Mono- und Disaccharide, ausgenommen mehrwertige Alkohole.

Zuckeraustauschstoffe: verwandt, aber nicht gleich

Für viele Menschen mit Beschwerden nach Fructose spielen auch Zuckeraustauschstoffe eine Rolle. Laut BfR gehören die Zuckeralkohole Sorbit, Mannit, Isomalt, Maltit, Lactit, Xylit und Erythrit zu den Zuckeraustauschstoffen. Sie haben meist eine geringere Süßkraft und weniger Brennwert als Zucker.

Enthält ein Lebensmittel mehr als 10 Prozent dieser mehrwertigen Alkohole, muss es nach Anhang III Nr. 2.4 der LMIV den Hinweis tragen: „kann bei übermäßigem Verzehr abführend wirken“. Die S3-Leitlinie Reizdarmsyndrom der DGVS (Stand Juni 2021) nennt neben der Fructosemalabsorption auch die Sorbitolmalabsorption als mögliche Ursache von Bauchbeschwerden.

Wenn Fructose Beschwerden macht

Unter dem Wort Fructoseintoleranz werden zwei sehr verschiedene Dinge zusammengefasst. Der Leitfaden Ernährungstherapie in Klinik und Praxis der DGE und weiterer Fachgesellschaften (LEKuP, 2019) warnt ausdrücklich davor, die Fructosemalabsorption mit der erblichen, hereditären Fructoseintoleranz zu verwechseln. Den Unterschied erklärt die Seite Fructoseintoleranz.

Fructose gehört nicht zu den 14 Allergenen, die nach Anhang II der LMIV hervorgehoben werden müssen. Wer Fructose meiden muss, ist auf das Zutatenverzeichnis angewiesen. Hinweise dazu stehen unter Fructoseunverträglichkeit.

Diese Seite ersetzt keine Beratung in einer Arztpraxis oder durch eine Ernährungsfachkraft.

Häufige Fragen

Ist Fructose dasselbe wie Fruchtzucker?

Ja. Fructose ist der Fachbegriff für Fruchtzucker, laut BZfE einer der bekanntesten Einfachzucker.

Enthält normaler Zucker Fructose?

Ja. Haushaltszucker setzt sich laut BZfE aus Fructose und Glucose zusammen.

Ist Sorbit eine Form von Fructose?

Nein. Sorbit ist laut BfR ein Zuckeralkohol und gehört zu den Zuckeraustauschstoffen.

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