Ratgeber

Milchzucker in Zutatenlisten erkennen

Milchzucker steckt in Milch und Joghurt, außerdem in Backwaren, Süßigkeiten und Fertigprodukten. Diese Seite stützt sich auf die Gesundheitsinformation „Einkaufen bei Laktoseintoleranz“ des IQWiG (gesundheitsinformation.de, aktualisiert 06.11.2024) und die Verordnung (EU) Nr. 1169/2011 (Lebensmittelinformationsverordnung, konsolidierte Fassung auf eur-lex). Beide abgerufen am 27.10.2026.

Stand Oktober 20262 Min. Lesezeit
Milch in einem Glas und einem Krug auf einem Holztisch

Namen in der Zutatenliste

Laut gesundheitsinformation.de können diese Angaben in der Zutatenliste auf Milchzucker hinweisen:

  • Milch oder andere Milchprodukte
  • Milchzucker
  • Laktose oder Lactose
  • Laktosemonohydrat oder Lactosemonohydrat
  • Milchpulver
  • Molke oder Molkenpulver

Die Schreibweisen mit k und mit c bezeichnen denselben Stoff. Mehr zum Stoff selbst lesen Sie unter Lactose.

Was die EU-Verordnung vorschreibt

Anhang II der Lebensmittelinformationsverordnung nennt unter Nr. 7 „Milch und daraus gewonnene Erzeugnisse (einschließlich Laktose)“. Ausgenommen sind dort Molke zur Herstellung von alkoholischen Destillaten und Lactit. Nach Artikel 21 Absatz 1 muss die Bezeichnung im Zutatenverzeichnis durch einen Schriftsatz hervorgehoben werden, der sie vom Rest eindeutig abhebt, zum Beispiel durch Schriftart, Schriftstil oder Hintergrundfarbe. Auf vielen Packungen ist Milch deshalb fett gedruckt.

Für lose Ware wie Backwaren, Wurst von der Theke oder Gerichte im Restaurant müssen Betriebe laut gesundheitsinformation.de ebenfalls über Allergene informieren, etwa auf der Speisekarte, auf einem Aushang, mündlich oder online. Die Kennzeichnung sagt, dass Milch enthalten ist, aber nicht, wie viel Laktose.

Laktose in verarbeiteten Lebensmitteln

Laktosegehalt je üblicher Portion laut gesundheitsinformation.de:

Lebensmittel Portion Laktose
Latte macchiato 125 ml 5,4 g
Magermilchpulver 10 g 5,1 g
Sahneeis 75 g 4,7 g
Hefekuchen mit Streuseln 310 g 3,1 g
Cappuccino 125 ml 2,9 g
Käsekuchen 120 g 2,0 g
Schuss Milch 30 ml 1,4 g
Milchschokolade 20 g 1,3 g
Fruchteis 75 g 1,3 g
Croissant 70 g 1,0 g
Biskuit 70 g 0,3 g

Fruchtzusätze verändern den Laktosegehalt, höherer Fettgehalt senkt ihn laut gesundheitsinformation.de. Einzelne Produkte können deshalb abweichen.

Was das für den Einkauf heißt

Wer wegen einer Laktoseintoleranz auf Milchzucker achtet, verträgt laut gesundheitsinformation.de meist bis zu 12 g Laktose auf einmal und bis zu 24 g über den Tag verteilt. Kleine Mengen in Backwaren oder Schokolade fallen dann oft weniger ins Gewicht als ein großes Milchgetränk. Wie Sie das im Alltag umsetzen, steht unter Ernährung bei Laktoseintoleranz. Was „laktosefrei“ auf der Packung bedeutet, erklärt laktosefreie Produkte.

Wie viel jemand verträgt, ist individuell. Bei unklaren Beschwerden sollten Sie die Ursache ärztlich abklären lassen.

Diese Seite ersetzt keine Beratung in einer Arztpraxis oder durch eine Ernährungsfachkraft.

Häufige Fragen

Woran erkenne ich Milchzucker in der Zutatenliste?

An Begriffen wie Milch, Milchzucker, Laktose, Lactosemonohydrat, Milchpulver oder Molke. Milch ist nach EU-Recht hervorgehoben.

Steht auf der Packung, wie viel Laktose enthalten ist?

Die Allergenkennzeichnung zeigt nur, dass Milch enthalten ist. Eine Mengenangabe ist dafür nicht vorgesehen.

Gilt die Kennzeichnung auch im Restaurant?

Ja. Laut gesundheitsinformation.de müssen Betriebe auch bei loser Ware über Allergene informieren.

Weiterlesen